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Lobpreis und was er uns bedeutet

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1. Persönliche Zugänge

Wer schon längere Zeit beim Lobpreis mitmacht, für den wird es ein wichtiger Bestandteil seines Lebens und Glaubens. Er wird zu einer prinzipiellen Haltung, wie er sich Gott nähert und ihn anspricht. Lobpreis ist nämlich nichts Theoretisches oder etwas, das man lernen kann. Was ich aber lernen kann ist, mich vertrauensvoll an Gott zu wenden- und das geschieht u.a. im Lobpreis.

Hier nun ein kurzer Überblick, was "Lobpreis" an und für sich bedeutet!


- "Lobpreis" ist ein Ausdruck meines Glaubens
und meiner Hinwendung zu Gott. Es ist eine Möglichkeit, meine innere Einstellung gegenüber Gott auszudrücken.

- "Lobpreis" bedeutet nicht "Friede, Freude, Eierkuchen"!
Gott nimmt mich als Person ernst und auch meine Fragen, Sorgen und Nöte haben vor ihm ihren Platz.

- "Lobpreis" bedeutet: Gott ist größer als meine Probleme.
Er kann mich herausreißen aus meinen Nöten und mir einen neuen Weg zeigen.

- "Lobpreis" bedeutet: Es gibt immer einen Grund, Gott zu loben.
Auch wenn mir mein Leben gerade eher düster erscheint, gibt es doch auch viele Lichtblicke, die ich oft übersehe: Menschen, die zu mir halten und mich unterstützen. Eine Arbeit, die mir Sinn und Brot beschert. Eine Wohnung, in der ich sicher und geborgen bin... Jeden Tag geht die Sonne wieder neu für mich auf. Jede Nacht schenkt mir Gott im Schlaf Friede, Erholung und neue Kraft.

- "Lobpreis" bedeutet: Kein Mensch ist so groß und herrlich wie unser Gott.
Ihm allein gebührt Lobpreis und Ehre in alle Ewigkeit.

2. Geschichtlicher Zugang
2.1. Lobpreis in der Bibel

Seit es Menschen gibt, gibt es auch den Lobpreis. Ein eindrucksvolles Beispiel sind hierbei die Psalmen des Alten Testamentes. In den Psalmen wenden sich die Menschen mit allem, was sie bewegt, an ihren Gott, von dem sie Hilfe erwarten. Mal sind es eher Nöte, die sich im Verlauf eines Psalmgebetes in Tröstung und Lobpreis verwandeln. Mal ist es von vorneherein schon ein Lob auf Gottes gutes Wirken und seine Herrlichkeit:

"Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht unter den Völkern seine Taten bekannt! Singt ihm und spielt ihm, sinnt nach über all seine Wunder! Rühmt euch seines Heiligen Namens! Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen. Fragt nach dem Herrn und seiner Macht; sucht sein Antlitz allezeit! Denkt an die Wunder, die er getan hat"... Psalm 105,1-5

Ein sehr bekanntes Beispiel für biblischen Lobpreis sind die Worte, die Maria bei der Begegnung mit Elisabeth spricht:

"Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig." Lukas 1,46-55

2.2. Lobpreis in den christlichen Kirchen der Neuzeit

Der Lobpreis, so wie wir ihn heute kennen, entstand vor ca. 100 Jahren aus der Pfingstbewegung heraus. Die Christen öffneten sich damals wieder verstärkt dem Wirken des Heiligen Geistes sowie seinen Gaben.

In den späten 90er Jahren des 19. Jahrhunderts schrieb die selige italienische Ordensschwester Elena Guerra, die der "Apostel des Heiligen Geistes" genannt wird, entgegen dem Rat ihrer Freunde einen Brief an Papst Leo XIII. Sie machte den Vorschlag, in der katholischen Kirche weltweit eine Novene zum Heiligen Geist beten zu lassen. Der Papst las den Brief nicht nur, sondern verfasste im Jahr 1897 die Enzyklika "über den Heiligen Geist".

Seit dem Ende der 60er Jahre gibt es in der katholischen Kirche - wie auch in anderen christlichen Kirchen - einen neuen geistlichen Aufbruch. Menschen erfahren diesen als ein Geschenk des Heiligen Geistes, als ein neues persönliches Pfingsten. Auf der ganzen Welt bezeugen Millionen von Christen, dass sie eine neue lebendige Gottesbeziehung gefunden haben. In der Liturgie der römisch-katholischen Kirche findet sich der Lobpreis unter anderen in dem Lobhymnus "Ehre sei Gott in der Höhe". Ein weiterer bekannter Lobpreis ist der Sonnengesang des Hl. Franziskus.

Anerkennung und Würdigung durch den Vatikan

Gebet von Papst Johannes XXIII um ein neues Pfingsten nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. ??? 1975, beim ersten Weltkongress der Erneuerung in Rom, nennt Papst Paul VI. die Bewegung eine Chance für die Kirche und die Welt.

Der internationale und seit 1993 päpstlich anerkannte Verband der Charismatischen Erneuerung (ICCRS), dessen Hauptsitz direkt im Vatikan angesiedelt ist, wird mit dem historischen Papsttreffen die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen einläuten. Die Charismatische Erneuerung entstand im Februar 1967 in Pittsburgh, Pennsylvania (USA).

Die Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche ist eine offene Bewegung, ohne formelle Mitgliedschaft.


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